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Debian GNU/Linux 3.0 (woody) auf dem Sony Vaio PCG-N505SN Subnotebook
Nachstehend haben wir aufgeschrieben, wie wir auf unserem "Kleinen",
einem Sony Vaio PCG-N505SN das Betriebssystem Debian GNU/Linux 3.0
(woody) installiert haben.
Ihr werdet sehen, das Linux phantastisch auf dem Vaio läuft und
die Installation und Einrichtung recht einfach ist, wenn man beim Starten
der Installation ein paar Tipps berücksichtigt!!
Das Gerät - Hardwareausstattung
Das Sony Vaio PCG-505SN hat folgende Hardwareausstattung:
Welche Features des Vaio funktionieren mit Linux?
Wir haben inzwischen einiges auf dem Vaio getestet und können unsere Erfahrungen wie folgt zusammenfassen:
Kurz und bündig funktionieren alle Features des Vaio, bis auf die folgenden:
Bisher nicht getestet: Umschalten internes Display/externer Monitor bzw. VGA-Anschluß über die Tastatur
Installation von Debian GNU/Linux 3.0 (woody)
Nachfolgend ist die Installation des Betriebssystems Debian GNU/Linux auf dem Sony
Vaio beschrieben. Wir gehen davon aus, dass Ihr mit der Installation eines Debian-Systems
vertraut seit. Für Details zur Installation von Debian schaut bitte in die
einschlägigen Seiten, bspw. bei www.debian.de.
Wir wollen hier auf elementare Details verzichten und uns auf das Wesentliche konzentrieren.
bf24 ide2=0x180,0x386
Die Installation erfolgt ansonsten wie immer. Bzgl. Festplatte haben wir auf unserem Vaio
/dev/hda1 als einzige Datenpartition angelegt. /dev/hda2 ist die Swap-Partition, die wir
in unserem Fall 500 MB groß gemacht haben.
Nachdem die Basisinstallation vollzogen wurde, wird das neuinstallierte System zum ersten
Mal von der Festplatte gestartet. Das CD-ROM-Laufwerk kann bei diesem ersten Bootvorgang
nach der Urinstallation eingesteckt bleiben. (Später - wenn die Installation beendet ist -
muß das CD-ROM zum Booten aus dem Vaio entfernt werden (s.h. Tipps)).
Je nach Geschmack können im Laufe der Installation verschiedene locales installiert werden.
Ebenso kann durch das Programm tasksel ausgewählt werden, welche Aufgaben mit dem Vaio
bewältigt werden sollen. Auf unserem Vaio haben wir folgende tasksel-Pakete ausgewählt
und installiert:
Wenn das tasksel-Paket "laptop system" mitinstalliert wird, wird u.a. das Debain-Paket
"netenv" installiert. Dies ist insbes. auf Notebooks sehr interessant, da man damit
sehr einfach unterschiedliche Netzwerkprofile verwalten kann. Alles Wichtige zu netenv kann der
Dokumenation zum Paket unter /usr/share/doc/netenv entnommen werden. Das Lesen lohnt sich!.
Das System boot-fähig machen - IDE-Parameter und lilo.conf
Nach dem die Grundinstallation abgeschlossen ist und man sich zum ersten Mal an seinem
frisch installierten Linux-System anmelden darf, sollte als allererstes die IDE-Boot-
Parameterin in der Boot-Konfiguration des Systems vermerkt werden, damit das Booten
künftig auch ohne manuelle Boot-Parameter klappt. Hierzu tragen wir in die /etc/lilo.conf
folgendes ein:
append ide2=0x180,0x386
Nach dem diese Eintragung gemacht wurde, muss natürlich einmal das Kommando lilo
aufgerufen werden, um die Einstellung im Boot-Sektor der Platte zu speichern.
PCMCIA-Einstellungen vornehmen
Das Vaio-Subnotebook hat bzgl. PCMCIA und Interrupts ein paar Besonderheiten, so dass
hier ein paar Einstellungen vorgenommen werden müssen, damit die PCMCIA-Schnittstelle
richtig funktioniert. Hierzu sind die folgenden zwei Schritte erforderlich:
PCIC_OPTS="irq_list=10,11 has_ring=0"
Anschliessend klammern wir die Interrupts 9 und 10 für PCMCIA aus, in dem wir in der
Datei /etc/pcmcia/config.opts eintragen:
exclude irq 9
Einige Optimierungen vornehmen
Nachdem die vorangegangenen Schritte ausgeführt wurden, ist der Vaio nunmehr fertig
intstalliert und mit Linux betriebsbereit. Dennoch gibt es noch ein paar Dinge, die
man optimieren kann, um etwas mehr Power aus seinem kleinen Begleiter herauszuholen.
Dazu gehört u.a. dass Aktivieren des DMA-Modus bzw. des 32-Bit Festplattenzugriffs
der Festplatte. Die Hostbridge des Vaio wird vom Kernel 2.4.18 direkt unterstützt,
so dass es kein Problem ist, die Platte per hdparm zu beschleunigen. Und damit man
dass nicht bei jedem Systemstart manuell einstellen muss, richten wir auch dies fest
im System ein, damit der DMA-Modus bei jedem Systemstart aktiviert wird.
apt-get install hdparm hwtools
Nach dem apt die Pakete installiert und eingerichtet hat, können wir den DMA-Modus
der Festplatte sowie auch den 32-Bit-Zugriff aktivieren:
hdparm -d1 -c3 /dev/hda
Die von hdparm ausgegebenen Meldungen zeigen, dass nun sowohl DMA als auch 32-Bit-
Zugriff aktiviert sind:
/dev/hda:
Nachdem wir DMA und 32-Bit-Zugriff manuell aktivieren können, ist es Zeit, dem
System diese Eigenschaft fest zu implantieren. Dazu tragen wir folgendes in die Datei
hdparm -d1 -c3 /dev/hda
Somit wird ab jetzt bei jedem Systemstart der Festplattenzugriff maximal beschleunigt.
Strom sparen bei Akku-Betrieb durch Abschalten der Festplatte
Neben dem Display ist vor allem die Festplatte einer der Hauptstromverbraucher des Vaio.
Die Festplatte dreht sich normalerweise ständig. Eigentlich ist dieses nicht wirklich immer
notwendig. Warum also sollte man dem Akku nicht etwas mehr Ausdauer geben, in dem man die
Festplatte bspw. nach 5 Minuten Inaktivität einfach vom System ausschalten läßt?
TIMEOUT=5
Der Soundchip des Vaio wird von Debian durch ein ladbares Kernel-Modul unterstützt.
Durch den Befehl
modprobe ymfpci
wird das Modul geladen und die Soundunterstützung ist da. Auch dies können wir natürlich
dauerhaft einrichten, so dass bei jedem Systemstart das Sound-Modul geladen wird.
Hierzu tragen wir in der Datei /etc/modules folgendes ein:
ymfpci
Sound unter KDE - Kein Problem
Wenn das Sound-Modul (s.o.) geladen ist, kann auch KDE Systemklänge usw. abspielen.
Warum auch immer es so ist: Wer KDE nicht als root startet (was sozusagen auf 100% der
Anwender zutrifft) erhält beim Laden von KDE statt der Begrüßungsmelodie eine Fehlermeldung,
dass der Zugriff auf /dev/dsp nicht möglich sei. Dem läßt sich einfach abhelfen, in dem
wir folgenden Befehl eingeben:
chmod o+rw /dev/dsp
Somit hat jeder Zugriff auf das Gerät /dev/dsp und jeder, der nun KDE startet, wird statt
mit der Fehlermeldung, dass der Zugriff auf /dev/dsp nicht möglich ist, von nun an mit
der KDE-Begrüßungsmelodie empfangen.
Wer nicht mit dem integrierten TouchPad des Vaio arbeiten möchte, kann natürlich eine
externe USB-Maus anschließen. Einen PS/2-Anschluß gibt es nicht, aber USB-Mäuse funktionieren
ohne Probleme. Mittels
modprobe mousedev
werden die erforderlichen Kernel-Module geladen und die USB-Maus funktioniert. Um auch
diesen Zustand fest zu konfigurieren, so dass die USB-Maus nach dem Systemstart automatisch
funktioniert, tragen wir die beiden Kernel-Module (wie gehabt) in die Datei
/etc/modules ein:
mousedev
Sofern eine Wheel-Maus verwendet wird, und das Mausrad auch unter X (also bspw. in KDE)
zur Verfügung stehen soll, ist dies in der X-Konfiguration zu vermerken. Wir tragen in
der Datei /etc/X11/XF86Config-4 folgendes ein:
Device "/dev/input/mice" statt "/dev/psaux"
Natürlich kann man auch auf der Textkonsole mit der Maus bzw. dem Touchpad arbeiten. Dazu ist
zunächst das Paket "gpm" zu installieren, dass diese Funktionalität ermöglicht:
apt-get install gpm
Die Mausunterstützung steht unmittelbar nach Installation von gpm zur Verfügung. Aber um die
Sache perfekt zu machen (USB-Maus und Touchpad sollen auf der Textkonsole parallel funktionieren),
ist dies entsprechend in der Datei /etc/gpm.conf zu vermerken:
append="-M -m /dev/input/mice -t autops2"
Damit die änderung wirksam wird, ist gpm neu zu starten:
/etc/init.d/gpm restart
Wer einen Vaio mit 128 MB RAM sein eigen nennen kann und Interesse an KDE 3.1 statt dem etwas
angestaubten KDE 2.2.2 hat, kann problemlos sein altes KDE 2.2 von der Platte putzen und stattdessen
auf KDE 3.1 umsteigen. Das ganze geht inzwischen absolut schmerzfrei und reibungslos über die Bühne.
In der vorgenannten Datei ist der Pfad http://download.kde.org/stable/latest/Debian/
als Installationsquelle einzutragen. Auf diesem Server liegen die jeweils aktuellen Backports
von KDE 3.1 für woody bereit.
Schritt 2: Wir entfernen KDE 2.2 vom System ... :-)
Das Löschen geht relativ einfach. In dem wir den Hebel ganz tief ansetzen, bringen wir das
gesamte KDE um die Ecke:
apt-get --purge remove kdelibs3 libarts
Dies löscht elementarste KDE-Pakete und damit auf Grund der Abhängigkeiten den Rest von KDE
gleich mit.
Schritt 3: Marsch, marsch! KDE 3.1 auf's System ...
Da wir unter 1) eine neue apt-Quelle eingetragen haben, müssen wir nun zunächst die Paket-Datenbank
von Debian aktualisieren. Dazu verwenden wir wie üblich den Befehl
apt-get update && apt-get upgrade
Anschließend installieren wir den Rest des KDE-Systems:
apt-get install arts kdelibs kdebase kdegraphics kdeadmin kdemultimedia
Damit KDE auch Deutsch mit uns spricht, installieren wir nun noch das deutsche KDE-Sprachpaket bzw.
die deutsche Internationalisierung von KDE:
apt-get install kde-i18n-de
Damit ist KDE 3.1 vollständig auf dem System installiert!
Für alle weitergehenden Details sollte auf jeden Fall die
umfangreiche FAQ-Liste von David Pashley konsultiert werden!
Nun bleibt uns eigentlich nur noch, Euch viel Spaß mit dem Vaio zu wünschen! Wir sind sicher,
dass es Euch wie uns geht, und Ihr nach kurzer Zeit begeistert von Eurem Begleiter sein werdet.
Für Kommentare, Kritik und Anregungen zu dieser Seite sind wir sehr dankbar! Ihr könnt und gerne eine
Mail an ansgar -at- team-licher.de schicken.
Für weitere Informationen zu Linux auf dem Vaio, schaut bspw. auf der Homepage von Mark Overmeer vorbei.
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